ARCHITEKTENRECHT

Kellerabdichtung: Wasserstand der letzten 30 Jahre ist entscheidend!

BGH, Beschluss vom 09.07.2014, Az.: VII ZR 267/12

Ein privater Bauherr (B) beauftragte einen Architekten (A) mit der Planung eines unterkellerten Einfamilienhauses. Kurze Zeit nach der Fertigstellung kam es zu Starkregenereignissen. In den Keller des Einfamilienhauses drang Wasser ein. B nahm den A daraufhin auf Schadensersatz in Anspruch. Die Kellerabdichtung sei mangelhaft geplant worden.

Die Klage war erfolgreich. Ein Architekt müsse die Abdichtung eines Kellers so planen, dass sie einwandfrei, vollständig und dauerhaft vor eindringender Nässe schützt. Hierbei habe er gerade dann, wenn die Boden- und Wasserverhältnisse schwierig zu ermitteln sind, jedes Risiko zu bedenken. Das habe A versäumt. Er hätte sich nach den Grundwasserständen erkundigen und vor allem seiner Planung den höchsten bekannten Grundwasserstand der vergangenen 20 bis 30 Jahre zuzüglich eines Sicherheitszuschlags zugrunde legen müssen.

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